14 Mai, 2020 crafty

Mein erster Kräutergarten – Urban Gardening mit Christiane Wolff

Unsere Co-Geschäftsführerin Christiane Wolff entdeckte kürzlich vor dem Fenster ihrer Stadtwohnung grünes Potenzial: Wo bislang eine weitestgehend ungenutzte, alte Wäscheleinenkonstruktion hing, ließe sich doch wunderbar ein kleiner Kräutergarten installieren. Wie praktisch, dass sie hierzu gleich ihre eigenen Crafty-Handwerker beauftragen und so ihre Idee im Nu in die Tat umsetzen konnte! Was sie im Anschluss über das Gärtnern unter den speziellen Bedingungen eines Fenster-Kräutergartens erlernte, erzählt sie Ihnen hier am besten selbst:

Die meisten von uns entdecken während der Corona-Krise Neues. Das Home-Office, Webinare, Zoom-Konferenzen, Kochen oder vielleicht Gärtnern. So wie ich. Naja, wenn man das bei meinem Minikräutergarten im Schatten mit einem Crafty Aufbau vorm Fenster Gärtnern nennen kann. 😉

Zum Glück gibt es Social Media und so habe ich in kürzester Zeit ganz viele tolle Tipps für mein Kräuterprojekt über meinen Post auf Facebook bekommen. Vielen Dank an alle Kräuter- und Pflanzenexpertinnen, die mich mit ihren ganz persönlichen Gartenerfahrungen im Handumdrehen aufgeschlaut haben! Dieses Wissen möchte ich Ihnen hier gerne weitergeben.

1. Welche Kräuter lieben den Schatten?

Die meisten Kräuter sind Sonnenanbeter. Versuchen kann man es mit Schnittlauch, Melisse und Minze, auch Koriander und Dill können mit etwas Glück und Hingabe funktionieren. Kressesorten (gibt‘s auch langstielig), Knoblauchrauke und Pflücksalate (Asia-Salat, Rucola, Spinat) eignen sich auf jeden Fall.

Waldmeister liebt Schatten, ist aber nicht jedermanns Sache. Salbei und Petersilie sind ebenfalls pflegeleicht. Thymian und Rosmarin präferieren zwar eher die Sonne, können aber auch im Halbschatten gut.

Minze wächst wie Unkraut, auch Rosmarin, Senfkraut, Japan-Petersilie Zitronen-Thymian, Zitronen-Melisse, Dill, Liebstöckel und sogar Wasabi funktionieren unter den gegebenen Bedingungen.

Majoran geht auch immer, ist geschmacklich aber fast identisch mit Oregano. Oder Currykraut. Es gedeiht auch im (Teil-)Schatten und ist vielfältig nutzbar: Beispielsweise beim Reiskochen einfach mit in den Topf geben, das gibt dem Ganzen ein wunderbares Aroma!

Wenn es weniger ums Kochen gehen, sondern einfach hübsch aussehen soll, bilden essbare Blüten wie Borretsch (Gurkenkraut), Ringelblumen und Kapuzinerkresse (rankt bis zum Nachbarn) eine gute Alternative. Diese sind pflegeleicht und brauchen nicht viel Platz, können also auch in kleineren Töpfen gehalten werden.

Sollten es keine Kräuter oder schlichtweg noch Platz für Blumen übrig sein: Begonien gehen richtig ab im Schatten! Und blühen ganzjährig.

2. Einkaufen und Einpflanzen

Nachdem ich weiß, welche Kräuter und Pflanzen im Schatten gerne leben, stellt sich die Frage: Wo kaufe ich meine Kräuter und wie pflanze ich sie an?

Kräuter kauft man am besten im Gartenfachhandel oder Bioladen – in München gibt es beispielsweise auf dem Viktualienmarkt eine Riesenauswahl. Denn: Kräutertöpfe vom Discounter könnten vorbelastet und damit anfälliger für Krankheiten sein.

Ob Balkon oder Beet, wichtig ist, die Pflanze aus dem Topf zu nehmen und den Wurzelballen ausreichend zu wässern, ohne sie dabei zu überwässern! Danach die Pflanze ins Beet oder, wie bei mir, in den neuen Topf einsetzen. Diesen mit Erde entsprechend auffüllen. Gut andrücken, angießen und fertig!

Und nicht vergessen: Auch schattenliebende Pflanzen mögen regelmäßiges Gießen – allerdings ohne Staunässe.

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