22 May, 2019 crafty

Umweltfreundlich streichen: natürliche Farben für Wände

Wer Wänden einen neuen Look verpassen möchte, kann der Natur und der eigenen Gesundheit einen Gefallen tun und beim Farbkauf auf eine natürliche Basis achten. Vor allem im Schlaf- und Kinderzimmer sollte man ausschließlich Farben ohne gesundheitsgefährdende Lösungsmittel oder Konservierungsstoffe einsetzen. Die Dämpfe dieser Schadstoffe können u.a. zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Allergien, Atemwegserkrankungen und Hautreizungen führen. Hier die besten gesundheits- und naturschonenden Alternativen:

Lehmfarben:

Lehmfarben bestehen aus rein natürlichen Komponenten wie fein gemahlenen Tonmehlen, Zellulosefasern, Pflanzeneiweiß sowie Erd- und Mineralpigmenten und wirken sich positiv auf das Wohnklima aus. Sie sind atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend, absorbieren Schadstoffe aus der Luft und schlechte Gerüche. Die geruchsarmen Farben wirken außerdem antistatisch und ziehen daher keine Schmutzpartikel aus der Luft an, die sich festsetzen könnten. Durch den hohen Festkörperanteil der Inhaltsstoffe ist der Naturanstrich sehr gut deckend. Hinweis: Lehmfarbe ist nicht für alle Untergründe geeignet.

Kalkfarben:

Der Hauptbestandteil von Kalkfarben ist Sumpfkalk. Wie alle verwendeten Rohstoffe ist er natürlichen Ursprungs und auf der Erde in ausreichenden Mengen vorhanden. Die langlebigen Farben lassen die Wand atmen, wirken geruchsabsorbierend und pilztötend. Kalkfarben haben feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften, wodurch ein gesundes Wohnklima mit einer gleichbleibenden, relativ niedrigen Luftfeuchtigkeit entsteht. Als mineralisches Material sind Kalkfarben wasserdampfdurchlässig und alkalisch, was sie vor Schimmel und Schmutz schützt. Mit ihnen behandelte Wände lassen Wasser ganz einfach abperlen. Hinweis: Kalkfarbe ist nicht für alle Untergründe geeignet.  

Silikatfarben:

Reine Silikatfarben bestehen aus einem Bindemittel (Kaliwasserglas) und dem Farbpulver, das die Pigmente und Füllstoffe enthält. Das bindende Kaliwasserglas wird durch einen mehrstufigen, komplexen Herstellungsprozess aus Quarzsand und Pottasche gewonnen. Die schadstofffreien, rein mineralischen Farben nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie nach und nach wieder ab. Damit beeinflussen sie das Raumklima positiv. Sie sind langlebig und beugen Schimmelbefall vor, sind hoch beständig gegenüber Witterungseinflüssen und UV-Strahlung und können problemlos in feuchten Räumen verwendet werden. Hinweis: Silikatfarbe ist nicht für alle Untergründe geeignet.

Leimfarben:

Bei diesen Farben wird Leim als Bindemittel und Wasser als Lösungsmittel verwendet. Besonders geeignet ist (pflanzlicher) Celluloseleim, da dieser im Vergleich zu Stärkeleim elastischer und resistenter gegenüber Schimmel und Fäulnis ist. Der Leim bleibt auch nach dem Trocknen wasserlöslich, daher ist der Anstrich empfindlich gegen Feuchtigkeit. Trotzdem ist er in Küche, Badezimmer oder Keller sehr zu empfehlen, da sich die Kreide und der Leim mit Wasserdampf sättigen und diesen zu gegebener Zeit wieder abgeben. So entsteht ein ausgeglichenes Feuchtigkeitsklima, Schimmelpilze und dergleichen finden keinen Nährboden. Leimfarben gelten als farbintensiv und dauerhaft haltbar. Sie haben eine gute Deckkraft und lassen sich auch mehrfach übereinander streichen. Sie können allerdings nur mit Leimfarbe überstrichen werden. Soll es ein neuer Farbton sein, lassen sie sich mit reichlich warmem Wasser von der Wand waschen. Hinweis: Leimfarbe ist nicht für alle Untergründe geeignet.

Zu kaufen bei: naturanum.de, purenature.de

Extra-Tipp: Beim Kauf von Farben immer auf Siegel wie den Blauen Engel achten.

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